Was wäre wenn? Stimmungsschwankungen.

Was wäre wenn? Stimmungsschwankungen.

„Dann war das alles nur von dem Chip gekommen?“ fragte Ron.
„Nicht alles! Es gibt immer noch Feuerwerk!“ sagte Kim.

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Jeden Tag stehen wir an Kreuzungen des Lebens. Jeden Tag entscheiden wir uns für einen bestimmten Weg. Manchmal fragen wir uns, was wäre wenn? Was wäre wenn wir damals einen anderen Weg eingeschlagen hätten? Was wäre, hätten wir damals das oder das gesagt?
Im wirklichen Leben werden wir nie die Antwort erfahren. Aber es gibt andere Welten, ähnliche wie diese, wo die anderen Wege eingeschlagen und das Nichtgesagte gesagt wurde. Diese Geschichte spielt auf einer dieser Welten.

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Kim starrte zum Himmel und betrachtete das Feuerwerk. Es war ein sehr seltsamer Tag gewesen. Während eines Kampfes mit Shego war ein Chip an ihr hängen geblieben. Mittels dieses Chip konnte man die Gefühle und Stimmungen eines Menschen kontrollieren. Unter dem Einfluss dieses Chips hatte Kim wie ein Schlosshund geheult, hatte Wutanfälle bekommen, hatte albern gelacht und....hatte sich in Ron verliebt. Voll krass, nicht war. Sie hatte ihn regelrecht verfolgt und ...und sie hatte ihn geküsst! Geküsst....sie....Ron. Und....es war schön gewesen. Ja, schön! Kim schüttelte den Kopf. Das musste alles der Einfluss des Chips gewesen sein. Sie blickte zu Ron. Er starrte voller Begeisterung zum Himmel. Voll kindlicher Freude betrachtete er das Feuerwerk und sah dabei... so süß aus. Wieder schüttelte Kim den Kopf. Anscheinend litt sie immer noch unter den Nachwirkungen des Chips. Schließlich, dass war Ron und nicht irgendein süßer Junge. Ron und Jungs waren für sie bisher so was wie zwei getrennte Spezies gewesen. Ron war schließlich seit vielen Jahren ihr allerbester Freu......Oh, Gott! Sie hätte Ron vorher beinahe umgebracht! Der Stimmungs-Chip war zum Schluss auf „Wut“ eingestellt gewesen und Drakken hatte seine Wirkung noch verstärkt. (Anscheinend hatte auch an Shego so ein Chip gehangen. Hatte sich, so wie sie sich in Ron verliebt hatte, Shego etwa in Drakken.... Urghs, so was von krass-krank) Unter dem Einfluss des verstärkten Chips war Kim nicht nur wütend auf Ron geworden, nein, sie hatte ihn regelrecht gehasst, gehasst dafür, dass sie mit ihr Schluss gemacht hatte. Wäre der Chip nicht durchgebrannt....! Kim fröstelte es. Und da würde ihr erst wieder bewusst, dass sie hier in dem sehr offenherzigen, sehr kurzen kleinen, Schwarzen steckte, dass ihr Monique bei Club Banana aufgeschwätzt hatte. Und dass sie darunter einen sehr durchsichtigen, ziemlich eng geschnittenen Slip trug und dass, wenn der Chip weiterhin auf „Liebe“ eingestellt geblieben wäre, sie wohl diesen Slip ausgezogen hätte, um es mit Ron.......! Sie errötete! Sie versuchte den Gedanken abzuschütteln, aber es war offensichtlich, dass das ihr Ziel gewesen war heute Abend. Dieser verdammte Chip! Aber halt! Ron! Ron hatte Schluss mit ihr gemacht. Er hatte sie gar nicht gewollt! Guter Ron! Sie konnte sich trotz allem immer auf ihn verlassen. Er hätte wohl verhindert, dass die eine Dummheit gemacht hätte. Und wahrscheinlich nahm er ihr das alles gar nicht mal übel. Gut, was heute passiert war, war nicht wirklich ihre Schuld gewesen, aber ein geringerer Mensch als Ron hätte die Freundschaft wohl für beendet erklärt. Guter, alter Ron! Aber jetzt begann sich in Kims Inneren eine Frage zu bilden. Eine kleine, aber hartnäckige Frage. Kim schluckte. Nein, sie würde Ron jetzt nicht damit belästigen. Er hatte heute genug durchgemacht.

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In der Welt, die wir kennen, stellte Kim die Frage nie. Sie und Ron gingen nach dem Ende des Feuerwerks nach Hause. Kim hackte die Sache unter seltsamen Ereignissen wie Gehirntausch und in einen Affen verwandelt werden ab. Und es blieb bei ihr der Eindruck, dass Ron zwar weiter ihr bester Freund war, dass er aber an ihr als Mädchen bzw. Frau auf keinen Fall interessiert war.
Und für Ron blieb, solange er über die Sache nachdachte, das Gefühl einer verpasste, einmaligen Gelegenheit zurück.
Am Ende sollten Kim und Ron doch zusammen kommen. So geschah es in unserer Welt. Aber wie geschah es anderswo.

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Kim konnte die Frage nicht unterdrücken: „Ron, warum hast du mit mir Schluss gemacht?“

WIRD FORTGESETZT


Einer Donnerschlag hätte Ron nicht furchtbarer treffen können als diese Frage: „AHH ich äh ui...Äh, KP....ich.... du... hargh hargh!“ Ron stand kurz davor einen seiner hysterischen Anfälle zu bekommen.
„Ron, Ron beruhige dich. Ich bin dir ja nicht böse. Eigentlich bin ich sogar froh darüber!“
Kim hatte bei allen ihren Vorzügen auch einige Fehler. Einer war, dass ihre „Kiminess“, ihr ganz spezielles Selbstbewusstsein, sie oftmals die emotionalen Reaktionen anderer Leute übersehen ließ. Vielleicht aber hatten die Nachwirkungen des Chips ihre Aufmerksamkeit in dieser Richtung verstärkt, vielleicht aber bewirkte die Sorge um Ron auch, dass sie ganz konzentriert jede seiner Reaktionen beobachtete. Und dabei stellte sie mit Erschrecken fest, dass Ron sich zwar beruhigte, dass über ihn auch eine gewissen Traurigkeit zu kommen schien: „Ja, äh .. hä...froh darüber. Können wir wohl alle sein! Ich meine, schließlich war alles nur dieser Chip!“
Kim überlegte sich, es dabei bewenden zu lassen, ihn nicht zu quälen und damit vielleicht ihre Freundschaft zu schädigen. Aber die Frage, eben noch klein gewesen, war jetzt gewachsen und lag wie ein Schatten auf ihrer Seele: „Ron, als du mit mir Schluss machtest, da wusstest du noch nicht, dass ich von dem Chip kontrolliert wurde. Sag es mir doch einfach. Bin ich dir nicht hübsch genug?“ Sie biss sich auf die Zunge. Da hatte ihr ihre Eitelkeit einen Streich gespielt.
„KP! NEIN! KP du bist eins der....schönsten Mädchen die ich kenne! Wenn nicht das schönste überhaupt!“ brach es aus Ron heraus. Es war so eindringlich, dass man nicht zweifeln konnte, dass Ron es ernst meinte.
Kim errötete. Ron hielt sie für schön? Sie hatte sich bisher nicht vorstellen können, dass er sie so sah: „Aber warum hast du dann mit mir Schluss gemacht?“
Ron seufzte tief, dann sagte er: „KP, du bist mein bester Freund! Unsere Freundschaft bedeutet mir alles. Dates würden das alles nur zu kompliziert machen!“
Kim senkte den Kopf. Ja, da war die Antwort! Sie hatte es geahnt. Für Ron würde sie halt immer nur der beste Freund sein, nicht mehr! Eigentlich sollte sie froh sein über diese Antwort, aber irgendwie fühlte sie sich traurig.
„Es ist ja nicht so, als ob ich nicht schon mal drüber nachgedacht hätte!“ sagte Ron, eigentlich mehr zu sich selbst.
„Was?“ sagte Kim tonlos und starrte Ron an.
„Oh..ups..hab ich das jetzt etwa laut gesagt?“ stotterte Ron.
„Was? Worüber hast du nachgedacht, Ron?“ Kim schrie jetzt beinah.
„Nichts, KP! Vergiss es!“
„ICH VERGESS ES NICHT, RON! SAG ES MIR!“
„Ich, ich hab schon mal darüber nach gedacht, dass wir mehr sein könnten als nur beste Freunde. Das wir...ein Paar sein könnten!“
Jetzt war Kim wie von Donner gerührt. Ron hatte wirklich schon mal darüber nachgedacht, dass sie ein Paar sein könnten? Das stellte alles was sie über ihn zu wissen glaubte auf den Kopf. Das stellte alles auf den Kopf, was sie über IHRE Beziehung zu ihm zu wissen glaubte.
„Warum hast du nie etwas gesagt!“ sagte sie fast flüsternd.
„KP, ich....!“
„WARUM HAST DU NIE ETWAS GESAGT!“
„Es, es ist halt nicht so einfach, KP!“
„WIESO IST ES NICHT SO EINFACH! DU HAUST DOCH SONST IMMER MÄDCHEN AN, EGAL WIE GERING DIE CHANCEN SIND! BIN ICH DEN SO VIEL SCHLIMMER ALS AMILIA ODER BONNIE!“
„Nein, KP! Natürlich nicht. Aber...aber wenn Amilia oder Bonnie nein sagen, ist das nicht wirklich schlimm. Aber wenn du nein sagst, wäre es sehr schlimm!“
Kim fühlte wie ihre Kehle trocken wurde: „Und wenn ich ja sagen würde?“
„Vielleicht wäre das noch schlimmer!“
„Wieso!“
„Nun, Paare können auch wieder auseinander gehen. Und war bliebe von unserer Freundschaft übrig, wenn wir uns als Paar verkrachen?“
„Ron, wir sind seit 12 Jahren die besten Freunde. Unsere Freundschaft würde auch das alles überstehen!“
„Ich, ich weis nicht, KP! Wenn wir ein Paar würden, und es funktioniert nicht, und ich sähe dich dann mit einem anderen Jungen. Ich weis nicht, ob ich das ertragen könnte!“
Kim zögerte. Aber dann hob sie ihre Hand und strich ihm zärtlich über die Wange: „Ron, ich kann dir jetzt nicht sagen, wie meine Antwort wäre oder wie die Zukunft aussieht. Ich bin jetzt noch zu verwirrt. Aber ist es nicht besser, es mal zumindest zu versuchen. Ich meine, es kann doch sein, dass du der bist, der immer bei mir sein wird und ich es bisher einfach nicht erkannt habe!“
„KP, ich weis nicht! Meinst du nicht, du hättest etwas besseres als mich verdient?“
„Was meinst du damit?“
„Kim, sieh mich an. Ich kein heißer Typ, ich bin nicht gut in der Schule, ich verlier ständig meine Hose, wenn ich Angst kriege, schrei ich wie ein kleines Mädchen. Ich bin alles was du nicht bist!“
„Ron, du bist seit dem Kindergarten mein bester Freund. Obwohl du oft Angst hast, folgst du mir immer in die Gefahr. Ron, eins weis ich ganz sicher: Ohne dich könnte ich die Welt nicht retten!“
Ron starrte Kim an. Nicht nur, dass ihn das was sie sagte tief berührte, es löste auch ein seltsames Deja-Vu in ihm aus. Und warum dachte er ausgerechnet jetzt an Norwegen?
„Kim, du klingst so, als ob du wolltest, dass wir ein Paar werden?“
„Ron, ich weis im Moment selbst nicht, was ich will. Aber vielleicht will ich, dass du es zumindest mal versucht um mich zu werben!“
„Und wenn das alles nur die Nachwirkung des Chips ist!“
„Wie gesagt, ich weis es nicht, Ron! Aber wäre es nicht das Risiko wert?“
Rons Herz schlug bis zum Halse: „Vielleicht gehen wir davon aus, dass ich nicht mit dir Schluss gemacht habe. Und das wir nichts von dem Chip wüssten! Also sind wir jetzt immer noch auf einem Date. Und was macht man da?“
„Du,...du könntest vielleicht versuchen mich zu küssen!“ sagte Kim unsicher.
„Willst du, dass ich dich küsse, Kim?“
„Das, das hab ich nicht gesagt. Aber du könntest es zumindest versuchen!“
Ron atmete tief durch. Sollte er es wirklich versuchen?
Ron starrte auf Kim. Sie wartete anscheinend wirklich darauf, ob er es versuchen würde. Ron rief sich noch mal alle Gründe ins Gedächtnis zurück, warum er und Kim besser kein Paar sein sollten. Aber irgendwie schien ihm jetzt keiner mehr einzuleuchten. Langsam begannen sich seine Lippen denen von Kim zu nähern. Und dann berührten sie sich. Erst nach einer weile lösten sie sich wieder.
„So, ich, ich habs versucht; KP!“
„Ja, Ron! Es...es war...es war...sehr schön!“
„Ja, mein ich auch!“
Sie starrten sich einen Moment an. Dann fielen sie sich in die Arme und begannen sich abzuküssen. Es dauerte LANNNGE. Schließlich mussten sie Atem holen.
„Wir, wir brauchen einen Platz, wo wir ungestört sind. Und wo wir lie...ich meine sitzen können!“ stammelte Kim.
„Park!“ ächzte Ron.
„Parkbank!“
„Komm mit!“
Sie rannten los.

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Der Middleton Park war ein beliebtes Ziel für Pärchen und im Laufe eines Abend wie diesen wurde fast jede Parkbank in Beschlag genommen. Und so saß dieses bestimmte Pärchen auf einer Bank und obwohl sie Intensiv beschäftigt waren, registrierten sie zumindest nebenbei, dass auf der nächsten Bank auch ein Pärchen zugange war. Man konnte gar nicht anders als es bemerken, denn das Mädchen auf der anderen Bank war ein „Stöhner“. Aber dieses ganz bestimmte Pärchen ließ sich dadurch nicht stören. Wer sie sah, wie sie sich umarmten und wie sie sich küssten, konnte meinen, dass hier eine große Liebe in entstehen war. Aber im Moment täuschte dies, den die Beziehung trug schon den Keim des Scheiterns in sich, den obwohl Josh Mankey und Tara Strong ausgezeichnet zueinander passten, wollten beide im Moment eher eine nichterfüllte Liebe vergessen. Und zumindest unbewusst wollten beide jemanden bestrafen, den sie für das Scheitern dieser Liebe verantwortlich machten.
Josh wollte über Kim hinwegkommen und obwohl er Tara als sehr schön und liebreizend empfand, gab es in ihm doch einen kleinen Teil, der Tara deshalb gewählt hatte, weil es hieß sie sei in Ron Stoppable verliebt. Und auch Tara suchte vor allem Bestätigung, nach dem Ron ihre Zuneigung nie bemerkt hatte und auch in ihr war etwas, dass vor allem Kim dafür verantwortlich machte und ihr dafür weh tun wollte. Und so blieb bei allen küssen doch irgendwie ein Vorbehalt bestehen. Und Tara hielt auch eisern die Zeit im Auge, um nicht ihren Zapfenstreich zu verpassen. Langsam löste sie sich voneinander.
„Josh, es ist schon viertel vor 11! Du musst mich nach Hause bringen!“
„Alles klar, Tara, ich,...!“
„WAS? VIERTEL VOR 11?“ kam ein Schreckensschrei von der nächsten Bank. „RON! WIR TUEN SO WAS VON IN SCHWIERIGKEITEN STECKEN!“
„OH GOTT, KIM! DEIN DAD SCHIESST MICH INS SCHWARZE LOCH!”
Entgeistert stellten Josh und Tara fest, dass es sich bei dem Pärchen auf der nächsten Bank um Kim und Ron handelte. Kim und Ron sprangen von der Bank auf, Kim versuchte ihr Kleid etwas in Ordnung zu bringen, und dann rannten die beiden los, an Josh und Tara vorbei.
Josh und Tara starrten ihnen nach.
„Kim und Ron!“ sagte Tara leise.
„Ja!“ sagte Josh.
„Ich habs irgendwie immer geahnt!“
„Ich auch!“
Und irgendwie fühlten beide sich erleichtert. Sie sahen sich in die Augen und irgendwie war es, als ob es das erstemal wäre.
„Josh, lass uns noch etwas hier sitzen! Und halt mich fest!“
„Ja, Tara!“
Und zum erstenmal in ihrem Leben kam Tara zu spät nach Hause.

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Dr. James Possible war nicht beunruhigt. Gut, der Zapfenstreich war auf 10 Uhr gesetzt gewesen, aber wie sie aus den Nachrichten hervorging, hatten Drew Lipsky und seine Gehilfin bei der Parade Unruhe gestiftet. Und bei Weltrettungsaktionen verlängerte sich der Zapfenstreich automatisch auf 11 Uhr. Auf jeden Fall würde James heute keine große Sache daraus machen. Er hatte heute Abend einen kleinen Streit mit seiner Frau gehabt, weil sie meinte, er habe Ron zu sehr eingeschüchtert mit dieser „Schwarzen Loch“-Sache. Verstand den niemand einen Scherz mehr. Außerdem wollte er Ron ja nur davon abhalten irgendwelche Dummheiten zu machen. Dass Kim mit Ron überhaupt, .....nein, dass konnte er sich nicht vorstellen. Seltsamer weise schien seine Frau Ann auf so was zu hoffen. Da hörte er irgendwelche Geräusche vor der Haustür. Hm, 22 Uhr 59! Pünktlich genug. Er ging zur Tür öffnete sie und prallte zurück. Ron, Ronald Stoppable war gerade dabei seine Tochter abzuknutschen. Die beiden waren so intensiv damit beschäftigt, dass sie ihn zuerst gar nicht bemerkten. Dann aber:
„YIKES! Oh..äh..hi, Dad!“
„Hi, Dr. Possible!“
James starrte die beiden an, und brachte kein Wort raus.
„Äh, Dad! Ron muss jetzt gehen! Ganz, ganz schnell!“
„Äh, ja! Gute Nacht, Dr. P!“ Und wie von der Tarantel gestochen rannte Ron davon.
James starrte auf seine Tochter. Ihre Haare waren durcheinander, ihr Kleid (wo zum Teufel hatte sie übrigens dieses Kleid her) war verrutscht und ihr Lippenstift war verschmiert.
Kim machte sich auf ein Donnerwetter gefasst, aber bevor dies geschah trat Ann neben James und fragte scheinbar beiläufig: „Na Kim, war es schön gewesen mit Ron?“
Der besorgte Ausdruck in Kims Gesicht zerfloss und machte uneingeschränkten Glück platz: „Oh Mom, es war wunderbar!“
Und ehe sich James versah, fluppte Kim an ihm vorbei ins Haus. James blickte ihr nach, wie sie in Richtung ihres Zimmer tänzelte, gefolgt von Ann, die anscheinend Einzelheiten erfahren wollte. Anscheinend war niemand hier im Haus, der seine Erschütterung teilte.
James marschierte zu seinem Arbeitszimmer. Er ließ sich in seinen Sessel fallen und fühlte sich auf einmal sehr alt. Unschlüssig blickte er auf dem Tisch herum. Da fiel ihm die Blaupause der neusten Fernraumsonde ins Auge. Hm, wenn man die Instrument etwas kompakter einbaute, wäre glatt Platz für eine Druckkammer und ein Lebenserhaltungssystem. James fing an zu lächeln. Er nahm sich die Blaupause und begann darauf rumzuzeichnen. Nicht dass er Ronald ins All schießen wollte, aber es konnte nie schaden auf alles vorbereitet zu sein.

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Einige Leute sagen, der Flügelschlag eines Schmetterlings könnte einen Sturm auslösen. Ob das stimmt wissen wir nicht, aber wie wir sehen, kann eine kleine Frage fiel verrändern. Zuerst von zwei Menschen, dann von vier! Und vielleicht noch von mehr?

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EINE WOCHE SPÄTER! ANDERSWO!

Drakken humpelte zum Frühstückstisch. Ihm tat immer noch alles weh. Er zuckte kurz zusammen als Shego zu ihm trat.
„Hier Dr. D! Die Zeitungen und ihr Kakao!“
Drakken starrte sie misstrauisch an.
„Was ist den?“ fragte Shego ärgerlich „Ich will ja nur nett zu ihnen sein!“
„Genau das befürchte ich!“
„Hören sie zu, dass ganze war schließlich nicht MEINE SCHULD! Ich konnte doch nichts dafür, dass dieser Chip an mir hing. Und richtig ausgerastet bin ich ja erst, als sie den Chip aufgeputscht haben! Starke Leistung übrigens!“
„HEY, ich konnt doch erst recht nicht das von dem Chip wissen!“
„Sie sind doch angeblich ein Genie! Haben sie sich nicht gefragt, warum ich bei ihnen auf einmal die Schmusekatze spielte. War doch klar, dass da was nicht stimmte!“
„Ja, ja war wohl klar!“ Einen Moment schwiegen beide. Dann fragte Drakken: „Was ist denn an Zeitungen da?“
„Die Times, der Daily Scientist und der Middleton Examiner!“
„Welchen Teil willst du?“
„Den Finanzteil von der Times und den Gesellschaftsteil vom Examiner!“
„Okay!“
Beide setzten sich. Drakken trank seinen Kakao, Shego ihren Kaffee und beide lassen schweigend die Zeitung. Bis Shego im Gesellschaftsteil etwas SEHR Verstörendes entdeckte: „Oh....mein.....Gott! DR. D! SEHEN SIE SICH DAS AN!“
Sie hielt die Zeitung Drakken unter die Nase. Es zeigte ein Bild von Kim und Ron wie sie sich küssten. Definitiv war das Bild nicht an dem Abend aufgenommen, als Kim und Shego unter dem Einfluss des Chips standen. Die Unterschrift lautete: „TEAM POSSIBLE NOCH ENGER ZUSAMMEN! Wie aus gut unterrichteten Kreisen der Middleton-High School gemeldet wurde, ist die bekannte Teenie-Heldin Kim Possible nicht länger Single. Ihr Sweet-Heart ist ihr langjähriger Weltenretter-Partner Donald Stoppable. Wir wün....!“
„Ich wusste gar nicht, dass der Hanswurst Donald heißt!“ sagte Drakken.
„Er heißt nicht Donald! Er heißt Ronald! Die haben den Namen falsch geschrieben!“
„Bist du sicher, Shego? Ich meine, die Zei......!“
„MICH INTERESSIERT JETZT NICHT, WAS DA STEHT! MICH INTERESSIERT, WARUM IST KIMMIE MIT DEM HANSWURST ZUSAMMEN? HAT DIESER CHIP ETWA IRGENDWELCHE NACHWIRKUNGEN? FANG ICH ETWA GLEICH WIEDER AN SIE ANZUSCHNURREN!“
„Shego, ich habe deine Hirnwellen eingehend untersucht! Es gibt keinen Hinweis auf Nachwirkungen!“
„WARUM IST SIE DANN MIT DEM HANSWURST ZUSAMMEN?“
„Äh, nun ja, es könnt da eine Erklärung geben!“
„Und welche!“
„Möglicherweise tut der Chip nicht völlig fremde Gefühle implantieren, sondern nur..äh..bestehende Gefühle..nun ja .... verstärken tut!“
„Bestehende Gefühle?“
„Äh .. ja!“
„Kimmie und der Hanswurst?“
„Ja!“
„SIE UND ICH?“
„Äh....also!“
„SO EIN QUATSCH!“
„Genau, genau! Wollt ich auch gerade sagen!“ versicherte Drakken schnell.
Einen Moment schwiegen beide. Dann sagte Drakken: „Ah, Shego! Es ist ja heute Freitag!“
„Na un...Oh, Gott! Karoke-Nacht! Ist mir schlecht!”
„Nun, Shego, mir ist aufgefallen, dass Karaoke nicht so ganz dein Ding ist!“
„Ach! Haben sie das gemerkt!“
Drakken ließ sich nicht beirren: „Da hab ich mir gedacht, wir könnten mal woanders hingehen. Irgendwo hin, wo es dir gefällt. Ich würde natürlich die Rechnung übernehmen!“
Shego starrte Drakken an: „Dr. D, bitten sie mich auf ihre trottelige Art etwa um ein Date?“
„Äh, Shego. Ich dach....!“
„DAS SOLL WOHL EIN SCHERZ SEIN!“
„Shego, ich meinte nu....!“
„Club Kryptonit!“
„Was!“
„Club Kryptonit! Soll ziemlich gut sein. Ziehen sie das graue Seiden-Jacket an. Darin sehen sie halbwegs wie ein Mensch aus. Die passende Hose haben sie ja. Passen sie auf, dass ihre Schuhe sauber sind! So ich muss mal gerade weg, was shoppen. Ich hab gar nichts richtiges mehr anzuziehen!“
„Shego, heißt das...!“
„Und bilden sie sich keine Schwachheiten ein. Ich will halt nur mal wieder unter Leute. Seit dem ich für sie arbeite, hab ich kein richtiges Date mehr gehabt! Verstanden!“
„Alles klar, Shego!“
„Okay! Ich schätze um Neun können wir aufbrechen!“ Dann stand sie auf und verließ die Küche.
Drakken blickte ihr einige Zeit verdutzt nach, dann bildete sich auf seinem Gesicht ein zufriedenes Grinsen. Egal wie die Sache ausgehen würde, James Possible konnte nicht mehr behaupten, er würde nie ein Date kriegen.

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Die Flügel der Schmetterlinge schlagen und die Welt verändert sich. Fließt alles trotz allem in die vorbestimmten Bahnen, oder wird sich ein Sturm bilden. Ist Kims und Rons Verbindung genauso fest wie in unserer Welt. Aber da ist eine andere Geschichte

ENDE

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