ron-stoppable.de Europas größte Fanseite zu Disneys Kim Possible - Der Tod der Legenden
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Kim+Ron=Love ist offline Kim+Ron=Love  
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1009 Beiträge - Superschurke
Kim+Ron=Love`s alternatives Ego
Das Ende zweier Legenden

Es war der zehnte Todestag. Jonah und Keira trafen sich, wie jedes Jahr, vor den Toren des großen Hauptfriedhofs von Middleton.
Seit ihre Eltern gestorben waren, hatte sich die Welt zum positiven entwickelt, abgesehen von kleinen Reibereien bestand ein weltweiter Frieden. Ebenso gab es keine Massenvernichtungswaffen mehr. Beides wurde durch zwei sehr berühmte Menschen bewerkstelligt, die ihr gesamtes Leben dafür opferten, dieses zu erreichen. Zwei Menschen, die sich suchten und fanden, dem Schicksal zu folgen, die Welt vor bösen Wissenschaftlern, Schurken, Heevees und anderen, negativen Personen zu säubern. Zwei Personen, die füreinander bestimmt waren, obwohl sie unterschiedlicher nicht hätten sein können:
Kim Possible und Ron Stoppable.

Jonah war früher da als seine Schwester. Es war ein verregneter Oktober Tag, die Leute zogen mit hochgezogenen Krägen ihre Bahnen über die vom regennassen Laub bedeckten Gehwege und Straßen. Die Blicke waren nach unten gerichtet, versuchend, dem Regen schnell zu entkommen. Doch so nicht Jonah. Sein Blick richtete sich grinsend gegen den Himmel. Einige Meter entfernt kam seine Schwester aus dem Bus gestiegen und schlurfte die letzten Meter durch das nasse Laub auf ihn zu. Er erkannte ihre Schritte sofort und richtete seinen Blick auf sie. „Hallo Schwesterherz, schön, dich zu sehen.“ „Kann ich nur zurückgeben, hallo Jonah.“ Zur Begrüßung gab es eine Umarmung. „Kaum zu glauben, das es schon wieder 10 Jahre sind...“ „Leider ja. Aber sie haben sich die Ruhe mehr als verdient.“ „Das stimmt. Wo sind denn Kate, Tom und James?“ „Sie müssten mit dem nächsten Bus hier sein.“
Wie auf Kommando hielt ein neu aussehender Bus und entließ drei Menschen in die kalte Welt. Eine von Ihnen, Kate Stoppable und Tochter von Keira, schlug sogleich ihren Regenschirm auf. Dahinter standen zwei hagere, große Männer, Tom und James, die Söhne von Jonah. Die Zwillinge gingen auf ihren Nachwuchs zu. „Kinder! Schön, euch zu sehen!“ Nach einer Umarmungs-Orgie und ein wenig Klatsch und Tratsch wurde Jonahs Gesicht ernst. „Wolle wir dann? Oma und Opa wollen euch sicherlich sehen.“ Sie nickten und begaben sich zum Grab.
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Es war ein sonniger Tag in Middleton. Kim und Ron saßen auf der Terrasse ihres Hauses, genossen die warme Herbstsonne und hielten schweigend Händchen.
In der Mitte des Gartens, zwischen Rons Kräuterspirale und Kims Rosenbüschen stand eine stattliche Eiche. Die Stadt wollte sie zu Gunsten einer Schnellstraße fällen. Die beiden schenkten der Eiche in ihrem Garten ein zweites Leben. Unter dieser Eiche, einige Meter unter einem Vogelhäuschen, stand ein kleiner Grabstein. An diesem blieb Rons Blick hängen.
Wie gern hätte er seinen kleinen Freund zurück, doch Rufus war seit mittlerweile über 40 Jahren tot. Er starb etwa vier Jahre nach der Hochzeit. Ein neues Haustier hatte er sich nicht geholt, kein anderes Tier konnte Rufus ersetzen. Kim bemerkte, worauf Ron schaute. „Ich weiß, was du fühlst, mir fehlt er auch sehr.“ Sein Blick richtete sich auf ihre immer noch stechend grünen Augen, nur ihre Haare waren lange nicht mehr so schön rot, man erkannte das Rot nur noch als leichten Stich.

Viele Freunde hatte ihnen der Zahn der Zeit nicht übrig gelassen.
Wade war vor 11 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Sein Gewicht und seine jahrelang ungesunde Lebensweise hatten ihn schließlich dahingerafft. Zeta und Felix waren kurz nach ihrer Hochzeit nach Europa ausgewandert, aber sie schrieben sich regelmäßig.
Monique war mit 42 Jahren bei einem schrecklichen Verkehrsunfall getötet worden, der Verursacher begann Fahrerflucht, wurde aber kurze Zeit später gefasst und wegen fahrlässiger Tötung zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein schwacher Trost für Kim, die mit Monique ihre beste Freundin verloren hatte. Die Eltern der beiden lebten längst nicht mehr, sie schieden in einem biblischen Alter dahin. Jim und Tim leiteten, man glaubte es kaum, zwei technische Colleges und ein Labor für Naturwissenschaften. Hana gründete ein sehr erfolgreiches Reiseunternehmen, Jonah und Keira leiteten zusammen eine Spedition, die auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent agierte. Tom, James und Kate waren in den Manager Etagen namhafter Firmen beschäftigt und regelmäßig quer über dem Globus verteilt unterwegs – wie einst ihre Großeltern.
Kim und Ron selbst hatten Großes vollbracht:
sie hatten einen annähernd weltweiten Frieden geschaffen, sie hatten das Massaker im nahen Osten beendet, die Bedrohung durch nordkoreanische Atombomben abgewendet und den Drogenhandel beendet. Die beiden hatten sich durch diese Taten noch mehr Respekt verschaffen, als sie eh schon hatten. Doch auch sie waren nicht vor dem Alter gefeit. Die Haare wurden mit der Zeit farbloser und grauer, die Altersgebrechen wie Bandscheibenvorfälle und Hüftprobleme gesellten sich in ihren Alltag, doch in ihren Augen brannte immer noch die Leidenschaft, die sie schon in jungen Jahren so auszeichneten, der Sinn für das Gute. Und ihre Liebe zueinander. Doch all das änderte sich schneller, als sie wahrhaben wollten...

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Es herrschte ein strenger Winter über Amerika. Es war bitterkalt und der Schnee lag stellenweise meterhoch. Kim und Ron hatten es sich vor dem Fernseher gemütlich gemacht und tranken gemütlich eine Tasse Tee, bis Ron einen kräftigen Hustenanfall bekam. Seit Wochen hatte er eine Erkältung, weigerte sich aber vehement, zum Arzt zu gehen. Als er durch war, fragte sie: „Alles ok Hase?“ „Alles gut KP.“ „Bist du sicher? Du hörst dich gar nicht gut an.“ „Glaub mir, es ist alles ok, Schatz.“ Beunruhigt lehnte sich Kim zurück. Diesen Abend hatte er zwei weitere Anfälle, auf Bitten und Betteln von Kim hin versprach er ihr, dem Arzt am nächsten Tag einen Besuch abzustatten.

Der nächste Morgen brach an, es waren trotz Sonnenschein bitterkalte -20°.
Sie fuhren mit dem Bus zum Arzt. „Hase, was glaubst du, was du hast?“ „Ne Erkältung, mehr ned, is nix arges.“ „Hoffen wir, das du Recht hast.“

Der Besuch war ernüchternd. Seine Lunge hörte sich nicht gut an, er sollte in zwei Tagen im Krankenhaus erscheinen und dort ein wenig bleiben. Das gefiel keinem von beiden. Besonders Kim machte sich Sorgen, als Ärztin im Ruhestand wusste sie, das Geschichten mit der Lunge böse enden können. Gerade in ihrem fortgeschrittenen Alter. „Keine Angst Hase, mir wird’s bald besser gehen.“ „Versprich's mir.“ „KP, verspreche nichts, was du nicht halten kannst.“ Ihre Augen wurden wässrig, sie sah ihn an. „Werd bitte wieder gesund!“ „Ich will dasselbe. Ich liebe dich, Schatz!“ Sie blickten sich tief in die Augen und es folgte der erste Kuss seit einer halben Ewigkeit. Sie aßen zu Abend und legten sich kurz darauf ins Bett.

Zwei Tage später..
„Kim, bist du fertig?“ Ron stand an der Haustür, die Reisetasche griffbereit.
Sie stand oben im Bad und hatte, während sie sich umzog, leise geweint. Sie hatte Angst um ihren Ron. Seit ihn die Affenkräfte verlassen hatten, war er nicht mehr so robust wie früher, ihr fortgeschrittenes Alter tat sein übriges dazu. Sie betrachtete gerade ihre rotgeweinten Augen im Spiegel, als Ron erneut nach ihr rief. „Bin gleich da, Hase!“ Sie nahm schnell einen Waschlappen und wischte sich feucht über das Gesicht. Es war gleich weniger rot. Sie trocknete ihr Gesicht ab und ging runter zu ihm.

Die Busfahrt verlief ereignislos, durch den zähen Verkehr schien sie eine Ewigkeit zu dauern. Die beiden saßen sich gegenüber, schauten sich die ganze Zeit in die Augen. //Kim scheint fertig zu sein, sie macht sich wohl richtige Sorgen um mich...//

Endlich angekommen, wurde Ron erst einmal einem ausführlichen Test der Lunge unterzogen, während Kim und die zuständige Schwester, welche sich als Enkelin einer ehemaligen Kollegin herausstellte, sein Zimmer fertig machten.
Eine Weile später, Ron und Kim saßen gerade in seinem Zimmer und besprachen einige Dinge, kam der Lungendoktor ins Zimmer.

_______________________

„Mr. Stoppable? Ich habe die Ergebnisse des Tests. Ihre Lunge hat nur noch 50% Kapazität und ihre Bronchien sind aufgrund einer Bronchitis angeschlagen. Wir werden sie eine Woche stationär versorgen. Wie machen sie wieder fit!“
Das war ein Stich ins Herz für Kim, denn sie merkte es an der Redensweise des Doktors, das da mehr ist. Ron mimte den Zuversichtlichen. „Ich hoffe es. Kim, mach dir ein paar ruhige Abende, ich melde mich regelmäßig.“ „Is gut Hase, ich liebe dich.“ „Ich dich auch.“ Es gab einen Abschiedskuss und Kim fuhr mit dem Bus heim.
Die kommenden Tage war Kim nie alleine. Es waren abwechselnd Keira, Jonah oder einer ihrer Enkel da. Kim tat es sehr weh, von Ron getrennt zu sein. Das Gefühl ist ungewohnt, denn sie waren es bisher nur dreimal.
Die erste Gelegenheit kann man im Stadtmuseum von Washington DC nachlesen.. Nach dem verhinderten Attentat auf den Präsidenten und der Tatsache, das Kim beinahe draufging, befand sie sich zwei Wochen im Krankenhaus und drei Wochen auf Reha.
Die zweite war eine Grippe, die Kim sich einfing, bevor sie auf eine Wohltätigkeitsveranstaltung aufbrechen wollten. Um niemanden anzustecken blieb sie daheim.
Nummer drei ähnelte Nummer eins. Ron wurde zu einer Geiselnahme in London gerufen. Er rettete die Geiseln, doch der Täter sprengte den Wohnblock und Ron wurde während der Flucht von Trümmerteilen getroffen. Die Folge war eine Woche Krankenhaus.
Kim ging jeder dieser Vorfälle sehr an die Substanz, umso glücklicher war sie, wenn sie wieder bei ihm war. Doch jetzt beschlich sie das ungute Gefühl, das es kein Happy End geben würde. Sie waren jetzt 72 Jahre alt. Also so langsam an der Zeit, abzutreten. Kim wollte sich damit gar nicht anfreunden.
Rons Zustand verbesserte sich nicht. Während seines Aufenthaltes versagte die linke Niere, welche sogleich entfernt wurde. Kim litt noch mehr, er würde länger bleiben müssen. Sie telefonierten jeden Abend und jeden zweiten Tag besuchte sie ihn, aber der Herzschmerz brachte sie beinahe um. Sie sprach mit den behandelnden Ärzten, sie würde ein Bett neben ihm bekommen. Er freute sich sehr darüber, merkte er selbst, das sie nicht mehr viel Zeit zusammen hatten.
Krankenhauswoche Nummer Drei brach an. Kim wachte auf und blickte nach links. Ihr Ron schlief seelenruhig auf seinem Bett. Er schnarchte leise. Kim lächelte. Es würde alles gut werden, bald wären sie wieder daheim und würden auf dem Sofa kuscheln. Dachte sie.
Etwa zwei Stunden danach begannen die Überwachungsmaschinen, an die Ron angeschlossen war, wie blöd zu piepen, er warf sich hustend hin und her. Schneller, als Kim ihren Alarmknopf drücken konnte, waren die Ärzte da und leiteten überlebens sichernde Maßnahmen ein. Rons Lunge kollabierte, er wurde an eine Herz Lungen Maschine angeschlossen, damit sich die Organe erholen konnten. Währenddessen rief Kim ihre Kinder an. Wie ein geölter Blitz trafen Keira und Jonah schnaufend ein, keine 10 Minuten nach dem Anruf. Kim wusste, das sie nicht mehr lange haben würden. Ihren Mann in diesem Zustand zu sehen verbrauchte ihre Energie, die bis dato nie zu enden schien. Ron würde nicht mehr lange haben und sie wollte nur eins – mit ihm gehen.
Ron kam so langsam wieder zu Bewusstsein, in seinem Trance Zustand fühlte er dasselbe wie Kim. Er versuchte zu sprechen: „W.....was...ist passiert?“ „Schatz!“ „Dad!“ kam es aus dem Mund der Zwillinge. „KP! Und Hallo Kinder!“ „Deine Lunge kollabierte.“ „Das sehe ich auch grade, diesen Apparat hab ich das letzte Mal in Washington gesehen.“ Kim grinste. Die folgende Aussage ließ ihr Lächeln aber sterben: „Macht diese komische Maschine aus. Ich will nicht künstlich am Leben gehalten werden. Der Doktor, der ihn gerade besuchen wollte, hatte diese Worte durch die Tür mitgehört. „Mr. Stoppable, wir können ihren Willen nicht beeinflussen, wenn sie dies so wollen, machen wir das. Aber ihnen bleiben so keine 10 Minuten.“ „Dad, bist du wahnsinnig?!“ „Kinder, das ist kein Leben. Glaubt mir. Schatz, was sagst du?“ Kim hatte Tränen in den Augen, aber lächelte. „Wenn du willst, Hase. Aber ich gehe mit dir.“ Keira vergrub sich augenblicklich in die Arme ihres Bruders. Dieser starrte nur an die Wand. „Mum, Dad, seid ihr sicher?“ „Wir fühlen, das wir nicht mehr lange haben. Herr Doktor, schalten sie bitte den Apparat ab.“ sagten Kim und Ron unisono. Schwer atmend und schluckend stellte der Arzt die Maschine ab.
„Wir haben der Welt viel gutes getan. Wir retteten seit dem zarten Alter von 15 Jahren regelmäßig die Welt vor dem Bösen, wendeten Katastrophen ab und retteten Millionen Menschen das Leben, während wir nebenher unseren normalen Schulalltag und den Arbeitstag bestritten haben. Ich rede nicht lange drum herum, Jonah, Keira, wir danken euch vom ganzen Herzen. Dafür, das ihr euch ohne Nervenzusammenbruch habt erziehen lassen. Für all die schönen Momente und Urlaube, die wir hatten. Für alles, was ihr für uns getan habt und da ward, wo ihr nur konntet.“ „Ich möchte eurem Vater zustimmen. Wir lieben euch.“ „Wir lieben euch auch.“ sagte Jonah mit fester Stimme, unter seiner Jacke drang ein tränenersticktes „Ich liebe euch!“ von Keira hervor. „Meine Große, komm mal her.“ sagte Ron. Keira blickte auf und ging zu Ron. Sie war schon als Kind sehr Ron fixiert, das ist auch heute noch so. „Ich will nicht, das ihr geht....“ kam es traurig aus Keiras Mund. „Wir müssen aber. Versprich mir, das du gut auf deine Bruder und gut auf unsere Enkel aufpassen wirst!“ „Das gilt auch für dich, Jonah.“ meinte Kim. „Passt auch euch auf.“ „Werden wir.“ sagte Jonah, während Keira ihre Eltern noch einmal sanft drückte. Jonah tat es ihr gleich. Danach, rein instinktiv, schoben die beiden die Betten zusammen. „Genau das wollte ich noch fragen, danke euch.“ Mit diesen Worten packte Ron Kims zitternde Hand. „Passt auch euch auf und denkt daran, ich will Rufus mit in unserem Grab haben.“ „Machen wir, wir lieben euch!“ „Wir euch auch.“
Darauf ergriff Ron mit der linken Hand Kims linke Hand. Die Hand, an der der Hochzeitsring saß. „Kim, ich möchte dir für das tolle Leben mit dir danken. Es war einfach wunderschön, danke für alles.“ „Das kann ich nur zurückgeben. Vielen dank, das ich dich kennenlernen durfte, dafür das du immer zu mir gehalten und mir verziehen hast.“ „Kim?“ „Ja?“ „Ich liebe dich. Bis in alle Ewigkeit!“ „Ich dich auch.“ Ein letztes Mal setzten sie sich auf, beugten sich vor und küssten sich. Sie lösten sich, legten sich hin und lächelten sich ein letztes Mal ein. Ein letzter, gemeinsamer Atemzug verklang leise in dem Zimmer. Das einzig hörbare Geräusch war Keira, die leise weinte.
Kim und Ron Stoppable waren gestorben. Leise und friedlich waren sie gemeinsam eingeschlafen, ihre Liebe bis zuletzt auslebend. Es war 23:37. Jonah musste grinsen, als er dies feststellte. War es doch die Uhrzeit, an der sie sich küssten. Das wusste er von einem Foto, das Monique damals heimlich mit ihrem Handy machte.
Dieser Abend ist jetzt 55 Jahre her. Er lächelte voller Stolz.

_____________________

Der Tag der Beerdigung brach an. Viele Verwandte und Freunde fanden sich vor dem Tor des Friedhofs ein. Allesamt trugen sie alles außer schwarz. Das war einer der letzten Bitten, die in ihrem gemeinsamen Testament verfasst waren.
Die Nachricht über den Tod der beiden verbreitete sich wie ein Lauffeuer, keine zwei Stunden später wusste es die ganze Welt. Beileidsbekundungen und Kondolenzkarten namhafter Persönlichkeiten flatterten in die Briefkästen der Geschwister. Offiziell baten sie, die letzte Ruhe der beiden nicht zu stören.
Die drei Tage vorher stattfindende Trauerfeier fand im Kreis der Familie statt.
Zur Beerdigung selbst ließen sich viele Menschen blicken. Felix und Zeta waren aus Spanien angereist. Yori und Emanuel, die seit der zweiten, missglückten Invasion der Lorwardianer verheiratet waren, waren ebenfalls da, genau wie ihre Kinder. Der Witwer von Monique sowie ihre beiden Kinder waren anwesend. Joss mit Ehemann John, Cousin Larry und seine Frau Charlotte, einfach alle, die was mit Kim und Ron zu tun hatten, waren da. Die Menge nahm auf ihren Stühlen platz. Die Blicke waren erst auf Jonah und Keira gerichtet, aber langsam wanderte er auf den Grabstein der Helden. Er war schlicht in weißem Marmor gehalten. Auf dem rechteckigen Podest standen lebensgroße Abbilder von Kim und Ron. Auf dem Bild, das als Vorlage diente, waren sie Mitte 30. Sie standen Schulter an Schulter, jeweils den Arm um den anderen gelegt. Kim und Ron hielten mit ihrer rechten, respektive linken Hand eine Weltkugel, die aus Messing bestand und innen hohl war. Die Inschrift des Grabsteins war aus Blattgold. Keira bestand darauf, sie hätten es sich redlich verdient. Die Grabinschrift war kurz, aber leicht zu merken:

„Hiermit gedenken wir den Schutzengeln dieser, unseren Welt. Möget ihr aus dem Himmelreich über uns wachen. Ruhet in Frieden.“
Kimberly Ann Stoppable, geb. Possible *07.06.1988 +14.02.2060
Ronald Stoppable *12.10.1988 +14.02.2060


Keira und Jonah ergriffen das Wort. „Wir möchten euch allen für euer Erscheinen danken. Uns berührt es sehr, wie viele Menschen unseren Eltern die letzte Ehre erweisen wollen. Kim und Ron waren zwei sehr besondere Menschen. Voller Loyalität, Selbstbewusstsein, Liebe, Respekt, Selbstlosigkeit, Menschlichkeit und Nächstenliebe. Sie halfen Millionen von Menschen und retteten mehrere Male die Welt, ohne irgendetwas dafür zu wollen.“ Jonah sprach alleine weiter: „Alienangriffe, abstürzende Satelliten, Laserkanonen, Schurken, Handlanger, nichts und niemand konnte diese beiden davon abhalten, unsere Welt verbessern zu wollen. Sie haben Kriege beenden, Nuklearkatastrophen abwenden und Menschen auf die gute Seite holen können. Ich bitte euch, um ihretwillen, bringt euren Kindern und Kindeskindern diese Werte bei, in eurem eigenen Interesse. Im Interesse der Welt.“ Jonah atmete schwer aus. Obwohl es fehl am Platz war, gab es Standing Ovations für diese Rede. Keira gab dem Bestatter das Zeichen, den großen Sarg abzulassen. In einem großen Holzsarg, schönstes Mahagoniholz, befanden sich Kim und Ron. Sie trug das blaue Dress vom Abschlussball, das mit dem verkohlten Rock, während er seinen blauen Anzug an hatte. Der Sarg von Rufus lag zwischen ihnen beiden. So, wie Ron es wollte.
Jonah und Keira stellten sich an das Grab, in welches der Sarg eben hinunterfuhr. Ohne es laut auszusprechen, gaben sie sich dasselbe Versprechen. Sie würden sich jedes Jahr am Todestag um das Grab kümmern, gemeinsam mit den Enkeln. Dieses Versprechen halten sie ein – bis heute.

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Das Leben zieht seine Kreise...

Sie waren fertig. Das Grab schaute wieder aus wie am ersten Tag. Die verwelkten Blumen waren gegen kleine Zierhecken getauscht worden, welche die restliche Zeit, bis es warm werden würde, überdauern sollten. Die Grabkerze wurde erneuert und der Stein selbst mit klarem Wasser abgespült. Den Blick auf den Grabstein gerichtet fragte Jonah: „Kinder?“ „Ja?“ erklang es im Chor. „Wenn Keira und ich einmal nicht mehr sind, versprecht uns, das ihr euch weiterhin so rührend um das Grab eurer Großeltern kümmern werdet.“
„Ist versprochen.“ sagten die drei im Chor. Keira blickte lächelnd zu Jonah. Er lächelte ebenfalls. Wohl wissend, das Kim und Ron von da oben auf sie herab sahen und sicherlich stolz auf sie waren. Genauso wie es die beiden auch heute noch auf ihre Eltern sind.
Die normalen Schüler, die nebenbei die Welt retteten – immer und immer wieder.
Beitrag vom 17.05.2014 - 17:22
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